Gefahrgut

Die Feuerwehr Edewecht ist Bestandteil des Gefahrgutzug Ammerland mit dem Fahrzeug TLF 16 /25

Wissenswertes:

Sobald es zu einem Unfall mit Chemikalien kommt, ist die Gefahr für die Bevölkerung und Umwelt besonders gross. Da immer mehr LKWs mit Gefahrgut beladen sind, gilt es auch für solche Unfälle gut vorbereitet zu sein. Die Feuerwehr Edewecht hat für solche Fälle 12 ausgebildete CSA (Chemieschutzanzug) Träger. Der komplette Gefahrgutzug besteht aus mehr als 8 Fahrzeugen aus dem gesamten Ammerland. Im Ernstfall stehen über 80 Feuerwehrleute für solche Einsätze bereit.

Kleidung:

Damit die Feuerwehrleute vor austretenden Chemikalien geschützt sind, tragen sie Chemieschutzanzüge. Dieser Anzug ist vollkommen Luftdicht und gegen alle Chemiekalien beständig. Damit ist der Träger von der Außenwelt abgeschnitten. Das Tragen dieser Anzüge ist eine starke Belastung für Feuerwehrleute, da zunächst ein Atemschutzgerät und dann zusätzlich der Anzug angelegt werden muss. Dadurch das der Anzug Luftdicht ist, sammelt sich die ausgeatmet Luft des Feuerwehrmanns in dem Anzug und kann nur durch ein Überdruckventil entweichen. Dies führt dazu das man in seiner Bewegung stark eingeschränkt ist. Zusätzlich entstehen innerhalb des Anzuges Temperaturen von bis zu 40 Grad. Voraussetzung zum Tragen einen solchen Anzuges ist der Besuch eines speziellen Lehrganges!

Massnahmen bei einem Unfall:

Die wichtigste Aufgabe besteht darin, dass austretende Medium aufzufangen. Dabei kann es ein einfacher Metalleimer sein aber auch eine metergroße Plastikplane. Es variert natürlich nach Art und Form des Stoffes. Sobald das Medium aufgefangen wird kann damit begonnen werden das bereits ausgetretende Medium bei seiner Verbreitung zu stoppen. Das bedeutet, alle Wege die das Medium gehen könnte müssen abgedichtet werden. Besonders zu beachten sind Gullideckel, Abläufe oder ähnliches. Nachdem dies geschehen ist, beginnt die Arbeit des Abdichten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein defektes Behältniss abzudichten wie z.B. Dichtmanschetten, Holzkeile oder Dichtpaste. Zum Schluss muss das Medium, was sich noch im Behältnis befindet, umgepumt bzw. in einem Kreislauf gepumpt werden. Hierzu verfügt der Gefahrgutzug Ammeland über eine spezielle Pumpe mit entsprechenden Schlauchleitungen. Diese sind speziell ummantelt damit sie durch ätzende Chemiekalien nicht beschädigt werden können.